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Franz Xaver Kroetz: Maria Magdalena
Verfaßt von: Michael Eckel (12. Jahrgangsstufe, gk Deutsch)

Franz Xaver Kroetz
- geboren am 25. 2. 1946 in München
- im Alter von 17: Schauspielschüler zunächst in München, dann in Wien
- danach wechselnde Berufe, schließlich freier Schriftsteller

Inhalte seiner Stücke
- niedrige soziale Herkunft der Charaktere
- soziale Konflikte kleiner Leute
- Personen mit restringierter Ausdrucksfähigkeit
- assoziales Verhalten
- kriminelle Ausbrüche
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- krasse Darstellung von rüder Realität, Ironie, Sarkasmus <=> mitleidsvolle Einstellung
- existentielle Grundsituationen (besonders Arbeitslosigkeit)
- erotische Not
- Entfremdung & Verstümmelung der menschlichen Begegnung

Werke
Oblomow (1968), Wildwechsel (1971), Hartnäckig (1971), Heimarbeit (1971), Stallerhof (1972), Oberösterreich (1974, U.1972), Wunschkonzert (1973), Maria Magdalena (1972, U.1973), Agnes Bernauer (U.1977), Nicht Fisch nicht Fleisch (1981), Furcht und Hoffnung der BRD (U.1984), Der Mondscheinknecht (Roman, 1981)

Maria Magdalena, Hebbel - Kroetz: Elemente der Veränderung
--Inhalt--

- "beschreibender Realismus" ohne Lösungs- und Zukunftsmöglichkeit
- Unterdrückung (Marie ist nur Objekt) durch Unterdrückte

--Uminterpretation der Charaktere--

Hebbel
Klara
- von Skrupeln zerfressen
- völlige Abhängigkeit von der väterlichen Autorität
Kroetz
Marie
- keine charakterlichen Werte
- Unfähigkeit zu gehobenen Gedanken
- skrupellos, egoistisch, respektlos
- ordinär
Karl
- Geld als zentraler Wert (kein Arbeitsethos)
- Gewissensbisse durch Nichtanerkennung d. Vaters

- respektlos
- keine väterliche Bezugsperson
Eltern
- überragende Autorität des Vaters

- Autoritätsverlust
>>> Auflösung der Familienstruktur
Sprache
- gehoben (Fremdwörter, Bilder, lange Sätze)
- keusch (künstl. Dialekt als Mittel zur Verfremdung)

- "Umgangsdeutsch mit Süddeutsch"
- vulgär ("Du Sau")
- Floskeln ("Zeit ist Geld")
- nur kurze Sätze
- Verdichtung, Verknappung, Aussparung