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Hausaufgabe von Reinhold Lamers
25.4.1999
Bertolt Brecht: Herr Keuner und die Flut
Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 als Eugen Bertolt Friedrich Brecht
in Augsburg geboren, er starb am 14. August 1956 in Berlin.
Er war der Sohn von Sophie, geb. Brezing und Bertolt Brecht, der später
Direktor der Haindl’schen Papierfabrik in Augsburg wurde.
Brechts erste Veröffentlichung war in der Augsburger Zeitung,
er vollendete sein Studium und schrieb sogleich Theaterstücke (z.B:„Trommeln
in der Nacht“), wie auch Bücher (z.B: „Baal“). Er wurde Dramaturg
(bei Max Reinhardt) und später freier Schriftsteller.
1929 heiratet B. Brecht Helene Weigel. Er emigrierte nach Prag, Zürich,
Paris nach Dänemark. Dort entstehen die Svendborger Gedichte und auch
„Das Leben des Galilei“.
Im Jahre 1933 nach der Machtübernahme von Adolf Hitler und der
NSDAP und am Tage nach dem Reichstagsbrand begann Brechts Weg ins Exil.
Seine Stücke waren verboten worden und 1935 wurde ihm auch die Staatsbürgerschaft
entzogen.
So kam es das Bertolt Brecht immer öfter die Länder wechselte,
bis er in den USA landete. Er schrieb noch viele Dramen, Theaterstücke,
Gedicht, und auch Kalendergeschichten.
Brecht schrieb einige Kalendergeschichten, wie z.B. „Wenn Herr K. einen
Menschen liebte“, „Maßnahmen gegen die Gewalt“, „Herr K.s. Lieblingstier“,
„Erfolg“ und „Herr Keuner und die Flut“. In all diesen Kalendergeschichten
ist „Herr Keuner“ die Hauptperson.
Bertolt Brecht will mit seinem Text „Herr Keuner und die Flut“ zum Ausdruck
bringen, dass man sich nicht immer auf andere verlassen soll, man muss
sich auch mal selbst zu helfen wissen.
Da das Wasser immer weiter steigt und keine Hilfe in Sicht ist, wird
Herrn Keuner klar, dass er sich selbst helfen muss. Er erkennt, dass er
selbst das rettende „Kahn“ ist, das er sucht um der Flut zu entrinnen.
Der erste Leseeindruck ist sehr verwirrend, denn man versteht nicht
was Brecht mit dieser Geschichte aussagen will, doch bei näherem Betrachten
wird der Sachverhalt wie auch die Intention des Textes klar.
Diese Kalendergeschichte erzählt von einer Person, Herr Keuner,
die von der Flut überrascht wird. Herr K. läuft durch einen Meeresarm,
den er irrtümlich für ein Tal hält. Als er bemerkt, dass
er nasse Füße bekommt, wird ihm seine Lage klar. Er hofft auf
Hilfe, doch ein rettender Kahn ist nicht in Sicht. So hofft er darauf ,
dass das Wasser nicht weiter steigt. Doch auch diese Hoffnung muss er aufgeben
als ihm das Wasser bis zum Kinn steht. Da erkennt er „ ,dass er selber
ein Kahn“ und somit seine Rettung ist und er schwimmt.
Herr K., die Hauptperson befindet sich anfangs in einer Mißlichen
Lage, was ihn verwirrt. Er sucht nach Hilfe und steckt voller Hoffnung,
die er bald wieder aufgeben muss; er bewegt sich aber nicht von Ort und
Stelle. Letzten Endes wird ihm bewußt, dass er sich selbst retten
kann.
Metapher wie auch auffällige Satzzeichen sind nicht vorhanden.
Der Satzbau ist auffällig, denn Brecht verwendet nur Satzgefüge
(z.B: HS + NS oder NS + HS).
Bei diesem Text handelt es sich um eine Kalendergeschichte, in der
Aphorismen vorhanden sind (Aphorismus ist eine epische Kleinform (häufig
nur ein Satz), in der eine Erkenntnis in knapper, geschliffener, geistreicher
Form (Antithesen, Paradoxon, Chiasmus, Parallelismus, Metapher) wirkungsvoll
formuliert wird. Er steht häufig im Widerspruch zu allgemein verbreiteten
Anschauungen. Der Leser soll zum kritischen Denken veranlasst werden.
Merkmale dieser Kalendergeschichte ist: die Textlänge (kurz),
sie hat einen Aussagekern, ist eine unterhaltsame Erzählung, mit Belehrung
(?).
Die Intention dieser Kalendergeschichte liegt meiner Meinung nach darin,
das Bertolt Brecht den Leser verunsichern, nachdenklich machen will, er
will ihn aufhorchen lassen. Der letzte Satz dieser Geschichte ist der Höhepunkt
der Verwirrung,. Man rechnet damit, dass Herr Keuner sich nicht mehr retten
kann, doch dann bringt Brecht einen gegenläufigen Gedanken, „Er hatte
erkannt, dass er selber ein Kahn war.“. In dem Brecht Herrn K. einfach
nur schwimmen lässt, was seine Rettung bedeutet, verstößt
er gegen jede Erwartung.
Auf mich wirkt die Geschichte verwirrend, außerdem regt sie mich
zum Nachdenken an, Bertolt Brecht hat somit, bei mir zumindest, erreicht
was er wollte, den Leser verwirren und ihn nachdenklich stimmen.
Jedoch bin ich mir über die Kernaussage dieses Textes nicht ganz
im Klaren.
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