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Rassismus
Allgemeines
Was ist eigentlich Rassismus? In meinem Lexikon steht, Rassismus sei
eine diskriminierende Abqualifizierung anderer Rassen, bei gleichzeitiger
Aufwertung der eigenen Rasse. In einem anderen Lexikon kann man lesen,
dass Rassismus die Auffassung sei, dass die verschiedenen Menschenrassen
einen unterschiedlich hohen Wert haben, und dass häufig gewaltsame
Vertreter dieser Auffassung, besonders in Gebieten, wo durch das Nebeinander
verschiedener Rassen soziale und politische Spannungen, Rassenprobleme,
entstanden sind.
Bis vor kurzem wurden rassistische Denkrichtungen wissenschaftlich unterstützt,
mit der Begründung, dass die verschiedenen Menschenrassen charakteristische
Genkombinationen besitzen würden. Doch neueste Forschungsergebnisse
entziehen nun solchen Behauptungen jegliche Grundlage.
Rassismus basiert eigentlich auf Vorurteilen und solche erweisen sich
ja häufig als falsch. Zum Beispiel Jugos klauen, nehmen was ihnen
vor die Füsse kommt, ziehen schnell das Messer oder die Pistole, sind
nicht zimperlich, wenn’s ums dreinschlagen geht und ausserdem stinken sie
wie die Pest. So etwa wird einem ein Jugoslawe beschrieben, wenn
ich an einem Stammtisch frage. Diese Menschen werfen alle Jugoslawen in
den gleichen Topf. Der, der das sagt, hat Angst um seinen Job. Er fühlt
sich bedroht, wegen allen diesen Schlagzeilen, über die Einbrüche
und Diebstähle die irgendwelche Jugoslawen verübt haben. Dieser
Jemand hat sich wohl noch nie mit der Frage „Gibt es wohl auch andere Jugoslawen“
auseinandergesetzt. Ja, es gibt sie, und zwar in grossen Mengen! Und nun
wirft er in diesen Topf, in dem schon ganz Jugoslawien brodelt, nun auch
noch alle anderen Ausländer hinzu, und zwar aus diesem Grund: „Türken,
Somalis, Tschechen, Jugos, alles das Gleiche.“. So könnten seine Worte
sein.
Geschichte
Schon bei den Römer gab es den Rassismus. Dazumal wurden die Kriegsgefangenen
auf dem Sklavenmarkt verkauft. Diese wiederum, waren danach die Diener
ihrer Käufer. Auch bei den Ägyptern war der Rassismus vorhanden.
Denn die Pyramiden wurden von niemand anderem als von den Sklaven erbaut.
Aber der eigentliche Rassismus begann mit den Eroberern, den Siedlern und
den Einwanderern. Denkt man nur schon an die Eroberung Amerikas von
den Europäern. Da wurden doch tatsächlich die Ureinwohner Afrikas
aus den Urwäldern zusammengetrieben, wie Tiere gefangen und auf unmenschlichste
Art und Weise nach Amerika verschifft. Man stelle sich vor: diesen Menschen
wurde nicht einmal einen Namen gegeben. Ein Land erobern, Die Ureinwohner
unterdrücken, ihnen das Land wegnehmen usw., Das nennt man Kolonialismus.
Diesen Menschen war nur ein Hirn, vollgestopft mit Egoismus, gegeben.
Sie überlegten nicht ob diese Geschöpfe nun Menschen wie sie,
oder aber einfach minderwertige Kreaturen waren.
Es ist noch gar nicht sehr lange her, da gab es in Südafrika die
Apartheidsregierung. Das bedeutet, dass ein Mensch schwarzer Hautfarbe
einem weissen unterlegen ist. Diese Regierung war so extrem, dass es in
einer Stadt ein Kino, eine Strassenbahn, ein Park, eine Bank, ein Coiffeur,
ein Warenhaus und noch viele andere öffentliche und private Einrichtungen
für Schwarze und das ganze noch ein zweites Mal für Weisse gab.
Das heisst, dass alles getrennt war. Es gab sogar Häuser mit zwei
Eingängen. Noch nebenbei erwähnt sei der Film Amistad von Steven
Spielberg, der sich sehr stark mit der Apartheidsregierung auseinandersetzt.
Aber auch im zweiten Weltkrieg wurde der Rassismus praktiziert. Hitler
hatte ja die Vorstellung einer Idealfigur, die blond, gross und schlank
war, und zudem noch blaue Augen hatte. Und er sagte, dass alles andere
Abschaum sei, und dass man es unbedingt vernichten müsse, damit man
die eigene Rasse züchten könne.
Bis Heute wurde der Rassismus weitergeführt, und leider trifft
man ihn nicht selten an. Auf den Strassen, in den Restaurants, einfach
überall, und er wird eigentlich in jedem Menschen von den Medien heraufbeschwört.
Und zwar mit all den Schlagzeilen, die ich zu Beginn schon angesprochen
habe. Nämlich die, in denen es um ungezählte Einbrüche,
Ladendiebstähle, Vergewaltigungen, Entführungen und Morde, die
eben leider sehr häufig von ausländischen Tätern vollbracht
wurden, geht.
Soviel zur Geschichte.
Wieso Rassismus?
Sicher hatte jeder von Euch schon rassistische Gefühle. Meistens
wohl wegen dem obengenannten Grund, oder aber, dass er schon einmal ein
schlechtes Erlebnis mit einem Ausländer gemacht hat.
Manche tun es, weil etwas Anderes, eben oft ausländisches, für
sie ohne richtig hinzuschauen, etwas Schlechtes ist. Andere finden diese
Weltanschauung gut, weil all ihre Freunde auch auf ihr basieren. Und ein
Dritter hatte irgendeinmal ein schlechtes Erlebnis mit etwas Fremdem, und
wirft nun alles in den gleichen Topf.
Ich bin vielleicht aus diesem Grund kein Rassist, weil ich eben noch
nie, oder fast nie, ein schlechtes Erlebnis mit etwas für mich Unbekanntem
gemacht hatte. Vielleicht denke ich aber auch, dass diese Leute Menschen
wie wir sind, und dass sie die genau gleichen Argumente auch gegen uns
aufbringen könnten, also wäre ich bewusst kein Rassist. Oder
es könnte auch so sein, dass ich mir gar keine Gedanken darüber
mache, und es mir einfach egal ist.
Mit diesen Beispielen habe ich versucht euch die Hintergründe zu
liefern, damit ihr vielleicht besser verstehen könnt warum zum Beispiel
euer Pultnachbar ein oder eben kein Rassist ist.
Nun bin ich auch schon am Ende meines Referats. Ich hoffe, dass ihr
euch nicht angezogen fühlt vom Rassismus. Auch hoffe ich, dass ihr
nie einem Neo-Nazi Clan vor die Baseballschläger und die Bierflaschen
kommt. Einen Tip noch: Bleibt oder werdet Anti-Rassist.
Vielen Dank fürs Zuhören!
Julian Lichtsteiner
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