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Malerei in der Romantik (1780-1830)
Die Bewegung der Romantik, die an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert
entstand, ging hauptsächlich von Deutschland aus, denn hier war das
Bürgertum zu schwach gewesen, die Macht der Feudalherren zu stürzen.
Durch die zunehmenden Widersprüche und der Unzufriedenheit in der
sich entwickelnden kapitalistischen Gesellschaft und der Grausamkeiten
der napoleonischen Kriege, die sich auf das gesamte Europa auswirkten,
flüchteten die Künstler der Romantik in eine Phantasiewelt. Die
Maler drückten in ihren Kunstwerken die Sehnsucht nach Ferne und anderen
Ländern, nach Liebe und Freundschaft aus. Im Gegensatz zu den Künstlern
des Klassizismus, die sich an feste Regeln und schlichte Formen hielten,
versuchten die "Romantiker" ihre Gefühle, ihre inneren Ängste
und Nöte in ihren Werken auszudrücken. Es entstanden Bilder mit
religiösen und symbolischen Inhalten (®C.D.Friedrich), aber ebenso
entwickelte sich ein inniges Gefühl für die Stille und Weite
der Natur, was sich in der Landschaftsmalerei äußerte (®John
Constable).
Neben der Bewegung der Romantik existierte in der Kunst des 19.Jahrhunderts
noch der Biedermeier (1815-1848) und die Stilepoche des Realismus, dessen
Künstler typische Charaktere in typischen Umständen, meistens
bei der Arbeit, gestalteten.
Romantik und Realismus sind zwei unterschiedliche Herangehensweisen
an die moderne Zeit, doch gemeinsam ist ihnen der Versuch, mit dem durch
die Industrialisierung vollkommen veränderten Leben fertig zu werden.
(aus: "Haus der Kunst" von Susanna Partsch (Bertelsmann Club) - 1997;
"Plastik, Grafik, Malerei"
von Wolfgang Hütt (Kinderbuchverlag Berlin) - 2.Auflage)
Carsten Hauptmann
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