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Freiheit

 

 

Wenn man von Freiheit spricht,, muß immer unterschieden werden, ob bei Freiheit von einem subjektiven Erleben gesprochen wird, oder ob damit eine objektiv feststellbare Form der Löslösung von Zwängen ( politische, soziale, neurotische, finanzielle usw) gemeint ist. Man muß unterscheiden zwischen der eigenen, persönlichen Freiheit, und dem Löslösen von sachlichen, feststellbaren Zwängen (Notwendigkeiten) .So stößt man auf den Begriff der Handlungsfreiheit : der Mensch ist fähig, sich von allen Zwängen (Notwendigkeiten) zu befreien, nachdem er sie erkannt hat, und kann so eigene Entscheidungen treffen und Pläne realisieren. Zwänge würden seine Entscheidungen beeinflussen, und die Handlungsfreiheit wäre nicht gegeben.

 

Emanuel KANT bezeichnete die Freiheitsfrage sehr entscheidend für die Willensfreiheit.

Willensfreiheit kann nur gegeben sein, wenn man absolut frei ( nach erkennen der Problematik) gegen die Naturgegebenheiten, bzw Notwendigkeit , ist.

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Determinismus / Deterministen

 

 

Der Determinismus ist eine philosophische Lehre, die besagt, dass es für alles, was geschieht,

verschiedenste Bedingungen (Notwendigkeiten) gibt, die zusammenhängen.

Der menschliche Wille ist ausschließlich von diesen zusammenhängenden Bedingungen abhängig, somit ist die persönliche Freiheit nicht möglich.

 

Der theologische Determinismus sagt, dass alles Leben von Gott geplant ,bestimmt und vorbereitet ist, eine persönliche Freiheit ist nicht möglich.

 

Der kosmologische Determinismus behauptet, dass alles Leben von der Natur vorgegeben ist,

ja sogar nach einen persönlichen Programm abläuft, in das nicht eingegriffen werden kann.

 

Der historische Determinismus behauptet ebenfalls, dass verschiedenste Entwicklungen in der Geschichte ( Politik ) feststehen und unverrückbar ablaufen, sodass wieder keine Freiheit des Einzelnen möglich sein kann.

 

Gesamt gesehen , vertraten diese Standpunkte Thomas HOBBES und David HUME. Der

Determinismus verbreitete sich besonders im 17. Jahrhundert, mit der Erforschung der

Naturwissenschaften und dem Erkennen ihrer Zusammenhänge und ihren Gesetzen. Neben diesen Erkenntnissen schien eine Willensfreiheit damals nicht möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Indeterminismus / Indeterministen

 

 

Emanuel KANT sagte, der Mensch habe immer nur gerade das " Jetzt " , nicht die Vergangenheit, nicht die Zukunft unter Kontrolle. Aber er könne mit seinem WOLLEN aus verschiedenen Zeitabläufen sich herausheben. Er gibt sich ein Ziel, einen Wert, den er erreichen will. So hebt er sich zumindest begrenzt, aus den vorgegebenen Abläufen heraus. Der Mensch kann über seine Freiheit selbst bestimmen und stellt sich somit über die Natur.

Die Freiheit ist nicht ein Mittel gegen die Notwendigkeiten sondern ein Akt der Veränderung innerhalb der Gegebenheiten. So kam FICHTE zum Schluß: der Mensch habe die wesentliche Eigenschaft der Spontanität der Freiheit.

Mit einem Ziel und einem Wert steht der Mensch über den Abhängigkeiten.

 

 

 

Vermittler

 

 

 

Sind Philosophen, die zwischen den genannten Positionen stehen. Sie versuchen auch, die Freiheit und die Notwendigkeiten zu verbinden .

HEGEL bezeichnet mit Freiheit des Menschen die Tatsache, dass er mit Erkennen, Begreifen

Verstehen der Notwendigkeiten sich vom Tier unterscheide. HEGEL versteht unter Notwendigkeit nicht nur die Naturnotwendigkeit ( die er akzeptiert ), sondern mehr die

politische, geschichtliche, gesellschaftliche Notwendigkeit.

 

In der christlichen Philosophie erkannte man schon früh den Zusammenhang zwischen Freiheit und Notwendigkeit ( = Gott ). Ist der Mensch Teil der göttlichen Schöpfung, so fällt auch sein handeln unter diese, dann ginge allerdings auch sein Handeln zu Lasten des Schöpfers. Gesteht man dem Menschen aber Freiheit zu, dann stellt sich der Mensch gegen den Schöpfer. Also konnte es in letzter Konsequenz keinen freien Willen geben, da sonst Gott seine Allmachtstellung verlieren würde. Von Gott geplant = Notwendigkeit.

 

Für SPINOZA sind Freiheit und Notwendigkeit keine Gegensätze. Er unterschied eine schaffende Natur (also notwendig ) und die geschaffene Natur ( was aus der Notwendigkeit herausfließt) . Alles ist in der Schöpfung notwendig .Es geht darum , die grundlegenden Gesetze der Natur zu erkennen und anzuerkennen. Durch diese Erkenntnis soll man nicht mehr auf ein Ego beschränkt sein, sondern die Zusammenhänge der ALLNATUR anerkennen, so werden wir frei .( Aus Spinozas Hauptwerk ETHIKA).