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Radioaktivität
Inhaltsverzeichnis
Radioaktiver Zerfall 3
Atomkerne 5
Exotische Radioaktivität 5
Strahlenschutzüberwachung 6
Dosimetertypen 6
1.Stabdosimeter 6
2. Filmdosimeter 6
3.Phosphatglasdosimeter 7
4.Thermolumineszenzdosimeter 7
5. Elektronische Dosimeter 7
Marie Curie 8
Henri Becquerel 8
Quellenverzeichnis 9
Radioaktiver Zerfall
Atomkerne (siehe Skizze Atomkerne nach den Strahlungsarten) heißen
radioaktiv, wenn sie unter spontanem Zerfall und Energieabgabe aus einem
instabilen in einen stabileren Zustand oder in eine stabiler Struktur übergehen.
Radioaktivität umfasst alle ohne äussere Einwirkung stattfindenden
Kernumwandlungsprozesse. Dazu zählen die Umwandlungen eines Atomkerns
(Mutternuklids) in einen Tochterkern sowie auch die isomeren Übergänge
bei denen der Ausgangskern aus einem stabilen Anfangszustand in einen Zustand
niedrigerer Energie über-geht.
Die Gründe für einen Radioaktiven Zerfall eines Nuklids liegen
also in dessen Energieüber-schuß. Bei allen radioaktiven Zerfällen
ist die Bindungsenergie der Zerfallsprodukte kleiner als die Mutternuklids.
Die drei häuffigsten Formen des radioaktiven Zerfalls jedoch bezeichenen
wir als Alpha-, Beta-, Gammastrahlung.
Bei der Alphastrahlung sendet ein Kern ein Alphateilchen aus. Es besteht
aus zwei Protonen und zwei Neutronen, also einem Heliumkern. Damit ein
Kern ein Alphateilchen abgeben kann, muss er eine grössere Masse/Energie
als die Gesamtmasse des neuen Kerns und des Alphateilchens aufweisen. Dies
ist oft bei Kernen der Fall, die schwerer sind als Blei.
Beim Beta Zerfall gibt der Kern ein Elektron ab. Im Gegensatz zum Alphateilchen,
dessen Protonen und Neutronen aber im ursprünglichen Kernvorhanden
waren, existierte das Elek-tron vor seinem auftreten nicht im Kern. Es
wird im Augenblick des Kernzerfalls geschaffen, wenn sich nämlich
ein Neutron in ein Proton umwandelt. Dazu muss der Kern etwas Energie abgeben
und seine elektrische Ladung um eine Einheit vergrössern. Das Elektron
ermöglicht dies mit seiner negativen Ladung; gleichzeitig trägt
es einen greingen Teil der überschüssigen Energie in Form der
eigenen Masse weg. Zum Ausgleich der Energiebilanz beim Kernzerfall muss
jedoch noch ein neutrales Teilchen entstehen, das Neutrino oder Neutron.
Die dritthäuffigste Form der Radioaktivität sind die Gammastrahlen.
Der Kern gibt kein Teil-chen, sondern eine sehr energiereiche Form der
Strahlung ab. Durch die Gammastrahlung verändert sich nicht die Zahl
der Protonen oder Neutronen im Kern, sondern es reduziert sich nur die
Energie des Kerns. Gammastrahlung tritt auf, wenn ein Kern durch Alpha-
oder Beta-zerfall in einen ‚angeregten‘ Kern übergegangen ist, in
dem die Protonen und Neutronen mit mehr Energie aneinanderstoßen
als sonst üblich.
Atomkerne
Exotische Radioaktivität
Natürlich auftretende radioaktive Isotope (Atomsorten, Atomkerne
mit gleicher Anzahl von Protonen , jedoch mit unterschiedlicher Neutronenzahl/
sie unterscheiden sich durch ihre Masse aber nicht durch die Eigenschaften)
zerfallen unter Abgabe von Alpha- oder Beta-strahlen. Dasselbe gilt für
die vielen künstlich erzeugten radioaktiven Isotope. Sie entstanden
beispielsweise durch Beschuß von Kernen (Target) mit energiereichen
Neutronen.
In den achtziger begannen die Physiker mit der Herstellung exotischer
Isotope, die entweder viel zu viele oder zu wenige Neutronen aufwiesen.
Isotope wie das neutronenarme Lutetium 151 entstehen beim zusammen
Stoß natürlicher schwerer Kerne. Das neutronenreiche Lithium
11 bildet sich zum Beispiel beim Beschuß von Uran mit energie reichen
Protonen.
Solche Isotope zeigen neue Formen der Rdioaktivität, die bei den
üblichen Isotopen aus Energiegründen nicht vorkommen.
Strahlenschutzüberwachung
Die Strahlenschutzüberwachung erfolgt durch den Dosimeter. Man
verwendet es zur Messung der Personendosis.
Dosimetertypen
1.Stabdosimeter
Stabdosimeter sind im Prinzip Ionisationskammern- mit Luftäquivalentem
Füllglas und gewebeartigem Wandmaterial. In dieses Gewebe sind Fadenelektrometer
einge-baut, die mit einem Ladegerät aufgeladen werden und entladen
sich durch Abstrahlung an die Umgebung.
Vorteile:
Selbst ablesbar, unmittelbare Dosiskontrolle
Anzeige von kleineren Dosen
Gute Energie- und Richtungsabhängigkeit.
Nachteile:
Selbstentladung
Mechanisch sehr empfindlich ( Fadenelektrometer)
Meßbereich nur max. 200 mSv
2. Filmdosimeter
Die Filmdosimeter sind die ältersten, heute noch gebräuchlichen
Personendosimeter, die allerdings wegen der vielen Nachteile nicht mehr
dem verlangten Stand der Tech-nik entsprechen.
Ein Film wird mit Ionenstrahlen bestrahlt und wird dadurch schwarz.
Nach der Naß-verarbeitung wird der Film mit bestrahlten Kalibrierfilmen
verglichen.
Vorteil:
Einfache Massenauswertung mit Dokomendationsmöglichkeit
Nachteil:
Kleiner Meßbereich
Energieabhängige Schwärzung
Hohe Messunsicherheit bei kleinen Dosen
Ausgeprägte Richtungsabhängigkeit
3.Phosphatglasdosimeter
Durch ionisierte Strahlung in Metaphosphatgläsern werden
metastabile Lumineszenz-zentren erzeugt. Diese Zentren täuschen bei
UV- Bestrahlung ein Fluoreszenzenlicht vor. Die Intensität des Lichtes
ist gleich der empfangenen Strahlendosis.
Vorteile
Einfache und wiederholte Auswertung möglich
Massenauswertung mit Dokumentation
Gute Reproduzierbarkeit von Dosiswerten
Hohe Stabilität der Speicherung
Geringe Energie- und Richtungsabhängigkeit
Stand der Technik
Nachteil:
Noch relativ teuer
4.Thermolumineszenzdosimeter
Dieser Dosimeter beruht auf der strahleninduzierten Besetzung von Elektronen-haftstellen.
Sie werden bei thermischer Stimulierung unter Aussendung eines Licht-quants
wieder entleert. Die Lichtintensität ist gleich groß wie die
empfangene Strah-lendosis.
5. Elektronische Dosimeter
Elektronische Zählung von Impulsen erfolgt aus dem Geigermüller
–Zählrohr. Dieser Dosimeter gibt akustische oder optische Warnungen
bei vorgegebener Dosis.
Er wird relativ selten verwendet, da er unpraktisch und Batteriebetrieben
ist.
Marie Curie
Marie Curie, geborene Marya Sklodowska kam 1867 in Polen zur Welt. Sie
ging einen für damalige Zeiten sehr ungewöhnlichen Weg für
eine Frau und studierte Physik und Chemie.
Gemeinsam mit ihrem Mann Pierre suchte sie nach der rätselhaften
Strahlung welche von Uranerzen ausgesendet wird.
Tonnenweise verarbeitete sie Pechblende schleppte schwere Gefäße
rührte siedende Flüssig-keiten in mächtigen Bottichen bis
sie nach fast vier Jahren ihr Ziel erreicht hatte: den Nach-weis zweier
strahlender Elemente: Polonium und Radium. Radium rettete in der Folge
unzäh-ligen Menschen das Leben.
Als bisher erster Mensch erhielt sie zweimal die höchste Ehrung
der Wissenschaft: 1903 zu-sammen mit ihrem Mann, der 3 Jahre später
bei einem tragischem Unfall ums Leben kam, den Nobelpreis für Physik
1911 den Nobelpreis für Chemie (Entdeckung von Radium und Polonium).
Marie identifizierte die Betastrahlen als einen Strom negativ geladener
Teilchen.
Sie bezahlte ihre Forschungsarbeiten mit dem Tod: 1934 starb sie an
den Strahlungsfolgen.
(Marie und Pierre Curie)
(Henri Becquerel)
Henri Becquerel
Der französische Physiker (1852 – 1908) stellte im Jahr 1869 Untersuchungen
über den Zu-sammenhang zwischen Floureszenz und Röngtenstrahlen
an. Er packte floureszenierende Uransalze und eine photografische Platte
zusammen und wollte sie dem Sonnenlicht ausset-zen. Doch einige Tage schien
die Sonne nicht, und am Ende machte er das Paket wieder auf und entdeckte,
dass ein Bild entstanden war. Dies konnte nicht auf Floureszenz beruhen,
son-dern musste auf irgend eine neue Form von Strahlung zurück gehen,
die das Salz aussante.
Er hatte somit die Radioaktivität entdeckt, die die spontane Verwandlung
von Atomkernen verursachte.
Quellenverzeichnis
-
Internet: http://whisky.biologie.uni-freiburg.de/schule/dwu/pap103vs.htm
http://www.uni-konstanz.de/FuF/Physik/Strahlenschutz/StrlSch.htm
http://www.hmi.de/people/thummerer/dip/node13.html
http://www.oneworldweb.de/castor/presse/ejz/1998/mai98/23c.html
http://www.atomenergie.ch/start_ra.htm
-
Dr. Martin Sherwood, Dr. Christine Suttn: Physik im Alltag, Oxford, Deutschland:
Ber-telsmann Club GmbH/ 1989; Seite 77,81, 84, 85, 113, 116, 127, 154;
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